Chile

Es war der Adelige Don Francisco de Aguirre, der 1551 in La Serena die ersten Rebstöcke pflanzte. Die Abgeschiedenheit, die besondere grafische Isolation, spezielle Formen der Bewässerung und später auch der rigide Umgang mit dem Import von Setzlingen hat dazu geführt, dass die Reblaus Chile bis heute verschont hat und die Weinberge weitestgehend wurzelecht bestockt sind. Die wichtigsten Anbaugebiete liegen zumeist am westlichen Fuß der Anden in Flusstälern, die auf einer Höhe von 500 bis 1.100 Metern liegen und sich über 1.300 Kilometer Länge erstrecken. Dabei profitieren die Weinberge von einem einzigartigen Ineinandergreifen natürlicher Gegebenheiten. Die Sommer sind relativ heiß und so trocken, dass die Reben kerngesund ausreifen können. Das Schmelzwasser der Anden bringt genügend Wasser über weitverzweigte Kanäle in die Täler. Schließlich sorgt der hohe Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht für ein volles Aroma in den Reben und zurückhaltenden Alkoholgehalt. Chile ist heute vor allem für seine Charakterstarken Carmenère Weine bekannt.